Betreutes Einzel- und Paarwohnen

Das Betreute Einzel- und Paarwohnen ist ein Hilfsangebot für psychisch erkrankte Menschen, die alleine oder als Paar in der eigenen Wohnung leben möchten. Es trägt dazu bei, in der jeweils individuellen Lebenssituation die eigenen Fähigkeiten wieder zu entdecken, zu aktivieren und weiter auszubauen. Die eigenständige Lebensführung soll so erhalten bzw. wieder aufgenommen werden.

Die Betreuungsangebote bestehen in

  • regelmäßigen Hausbesuchen
  • Hilfen zur Sicherung des Lebensunterhalts
  • Beratung und Unterstützung bei lebenspraktischen Problemen
  • Hilfen bei der Erarbeitung einer regelmäßigen Tagesstruktur und/ oder einer beruflichen Perspektive
  • Unterstützung bei der Gestaltung der freien Zeit und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Beratung und Begleitung bei Kontakten mit Behörden, Arbeitgebern, Ärzten etc.
  • Hilfen zum Erhalt und Aufbau sozialer Kontakte
  • Krisenbegleitung und -bewältigung

Voraussetzung für die Betreuung ist 

  • ein Mindestmaß an Selbständigkeit bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben
  • die Bereitschaft, sich auf die Betreuung einzulassen und an der eigenen Gesundung mitzuwirken
  • eine eigene Wohnung

Erfahrungen von …

„Betreutes Einzelwohnen bedeutet für mich…

…Lebenshilfe
…starke Unterstützung auf dem Weg zu hundertprozentiger Eigenständigkeit
…Begleitung im Alltag
…dass jemand da ist und mir zuhört

…Hilfe, im gesellschaftlichen Leben wieder Fuß zu fassen
…das Gefühl des Nichtverlassenseins“

„Für mich ist das Wichtigste, dass ich zu Hause in meiner eigenen Wohnung leben kann,

in der ich mich wohl fühle und wo es so ist, wie ich es mir wünsche. Und trotzdem ist jemand für mich da. Die Betreuerin kommt zu mir in die Wohnung. Wir überlegen zusammen, was in der Wohnung zu machen ist und wie ich das erledigen kann. Manchmal gehen wir auch nur spazieren, und ich erzähle, was mich gerade so beschäftigt, wir gehen Kaffee trinken oder machen gemeinsam Erledigungen. Ich fühle mich nicht so allein und kann mich auch jederzeit bei der woge melden. Das gibt mir Sicherheit und hilft mir, nicht immer wieder in die Klinik zu müssen. Außerdem habe ich schon andere Menschen kennen gelernt, denen es so geht wie mir.“